Touristisches

Indonesien

Niemand kann ganz genau sagen, aus wie vielen Inseln Indonesien nun tatsächlich besteht. Es sind jedenfalls viele Tausende. Da liegt es auf der Hand, dass wir Ihnen keinen umfassenden Überblick über die touristische Vielfalt des indonesischen Archipelago geben können. Wir möchten Sie auf diesen Seiten ganz einfach ein wenig auf den Geschmack bringen und Sie dabei ermuntern, das Land auch außerhalb der touristischen Hauptziele zu entdecken - es lohnt sich.

Um Ihnen Ihre Vorbereitungen ein wenig zu erleichtern finden Sie auf dieser Seite auch eine kleine Link-Übersicht und einige Literatur- und Kartenhinweise als weiteren Ausgangspunkt für eine virtuelle oder literarische Entdeckungsreise durch Indonesien. Vor jeder Reise sollten Sie sich über die aktuellen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes informieren.

Indonesien hat über viele Jahrhunderte hinweg die Menschen angezogen. Der Faszination, die auch der heutige Besucher noch erleben kann, war bereits Magnet für chinesische und indische Händler, europäische Kolonialisten, Missionare, Abenteurer oder internationale Bergbauunternehmen. Sie sind der Anziehungskraft des Sandelholzes und der Gewürze gefolgt und dabei dem Charme der Menschen, der Schönheit der Palmenstrände und dem Anmut der Reisfelder in vulkanischen Landschaften verfallen.

Java

Die Insel Java ist das politische, geographische und wirtschaftliche Zentrum Indonesiens. Dafür, dass sie Heimat für mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist, ist die Insel relativ klein – etwa so groß wie England. Die Insel ist schmal und langgestreckt. Eine vulkanische Bergkette durchzieht sie von Osten nach Westen. Hier ereichte das hinduistisch-buddhistische indonesische Reich seinen Zenit und hinterließ der Welt die architektonischen Wunder des Borobudur-Tempels und der Prambanan-Anlage, beide in der Nähe von Yogyakarta. Der Islam, der folgte, ließ dieses kulturelle Erbe unberührt, so dass der Besucher heute eine Vielzahl verschiedener historischer Einflüsse vorfindet. Ein starkes Bewusstsein für alte Religionen und Mystizismen ist auch in der modernen Welt Indonesiens, deren sichtbarstes Erzeugnis die Millionenstadt und Hauptstadt Jakarta mit ihren Wolkenkratzern, Neonreklamen und dem immerwährenden Verkehrschaos ist, erhalten.

Bali

In Bali sind die hinduistischen Einflüsse im täglichen Leben deutlich sichtbar. Viele Tempel in zum Teil spektakulärer Lage laden den Besucher ein, sich ein wenig näher mit dem balinesischen Hinduismus zu beschäftigen. Die Insel hat nichts von ihrer malerischen Schönheit verloren: Reisterrassen, die den Berghängen ihre besondere Struktur geben, Vulkane, die die Wolken durchstoßen und tropische Wälder mit üppiger Vegetation. Daneben gibt es die modernen Vergnügungen des Massentourismus. Kuta, im Süden der Insel, ist dessen Mittelpunkt, mit Restaurants, Bars, Diskotheken und Freizeitparks. Bali ist auch ein beliebtes Ziel für den ambitionierten Wellenreiter.

Lombok

Einsame Strände und ein ruhiger Lebensstil zeichnen Lombok aus. Die touristische Infrastruktur ist vor allem um den Ort Senggigi gut entwickelt, Tauchbasen unter zum Teil ausländischer, auch deutscher Leitung, bieten dem Besucher per Schnupperkurs bis zum mehrtägigen Tauchtrip auf die vorgelagerten Inseln einen Einblick in die faszinierende Unterwasserwelt Indonesiens. Die Sasak-Kultur der überwiegend muslimischen Bevölkerung ist bekannt für ihre Webkunst, dramatische Tanzvorführungen und rituelle Wettbewerbe.

Sumatra

Sumatra ist reich an natürlichen Rohstoffen, vielfältiger Flora und Fauna, großen Flüssen und interessanter Architektur. Gute Ausgangspunkte für Reisen durch die Insel, die viermal so groß ist wie Java, doch nur ein Viertel deren Bevölkerung zählt, sind Padang an der Westküste und Medan im Norden. Sumatra bedeutet auch ethnische Vielfalt: Von den Bataks um den Toba-See, ehemalige Kopfjäger und heute überwiegend Christen, über die matriarchalische Minangkabau-Gesellschaft bis hin zu den Eingeborenenstämmen auf den Mentawai-Inseln.

Nusa Tenggara

Die Inselkette im Süden des indonesischen Archipelago hat für den Reisenden, der sich gerne abseits der ausgetretenen Touristenpfade bewegt, einiges zu bieten. Auf den Komodo-Inseln, versteckt zwischen Flores und Sumbawa, kann er 4-beinigen "Ungeheuern" aus der Zeit der Dinosaurier, den Komodo-Waranen, begegnen. Flores ist bekannt für seine wunderschönen Ikat-Sarongs und –schals und die faszinierenden 3-farbigen Seen des Keli Mutu Vulkans. Auf Lembata kann man zwischen Mai und September den Fischern beim alljährlichen Walfang, einer traditionellen Angelegenheit in kleinen Booten und handgeworfenen Harpunen, zuschauen.

Sulawesi

Die meisten Besucher wenden sich – mit Recht – zunächst dem Toraja-Land, das man in einer rund achtstündige Autofahrt von dem Hauptort Makassar im Süden der Insel aus erreicht. Die ursprüngliche Gebirgslandschaft erinnert ein bisschen an die Schweizer Alpen. Das wichtigste gesellschaftliche Ritual ist die Beerdigung, ein Prozess, der dem Toten die Reise in die Nachwelt erleichtern soll. Die Menschen glauben, dass Familien, die ihre Toten ohne die richtigen Riten im Unglück enden. Die Zeremonien, die sich über mehrere Tage hinziehen, können die Familie durch die Notwendigkeit, als Opfergabe zahlreiche Büffel schlachten zu lassen, in finanzielle Problem stürzen. Der Norden des Landes, vor allem um die Stadt Manado, ist bekannt durch die atemberaubende Unterwasserwelt, die Taucher aus allen Teilen der Erde anzieht. Ganz im Süden kann man die traditionellen Schiffsbauer bei ihrem Handwerk beobachten. Ohne Konstruktionszeichnungen oder modernem Werkzeug entstehen direkt am Strand hochseetüchtige Schoner, die sich als Geheimtipp unter Schiffsliebhabern rund um die Welt zunehmender Beliebtheit erfreuen.

Kalimantan

Wer halbnackte, über und über tätowierte Angehörige des Stammes der Dayak im Straßenbild erwartet, wird eine Enttäuschung erleben. Der erste Eindruck des indonesischen Teils der Insel Borneo wird geprägt durch die Erdölgewinnung und die Holzindustrie, die riesige Wunden in dem riesigen Waldgebiet des auch heute nur leicht besiedelten Landes hinterlassen hat. Lohnend ist die Reise in das Hinterland auf einem der großen Flüsse. Geeignete Ausgangspunkte hierfür sind Samarinda im Osten und Banjarmassin im Süden der Insel. Pontianak, im Westen Kalimantans und unmittelbar auf dem Äquator gelegen, atmet noch immer seine chinesisch-indonesische Handelsgeschichte – mit Hausbooten, hölzernen Stegen über das Kanalgewirr oder den traditionellen Seglern im Hafen.

Maluku

Die tausend Inseln Malukus waren einstmals die fabelhaften Gewürzinseln, die Seefahrer und Händler aus Indien, China, Arabien und später auch Europa anzogen. Heute geht die Anziehungskraft für den Touristen von der tropischen Landschaft mit einem Flair der Südsee aus. Exotische Tierwelt, alte Festungen, verträumte Strände und traditionelle Dörfer. Getrübt wird das Bild leider durch ethnisch-religiöse Konflikte, die seit mehreren Jahren viele Todesopfer gefordert haben. Zahlreiche Familien sind vor der Gewalt geflohen.

Papua (vormals Irian Jaya)

Papua ist eine der letzten großen Wildnisse auf der Erde. Der Besucher findet hier nicht nur eine schier unerschöpfliche Artenvielfalt in einer noch großflächig unberührten Natur, die von schneebedeckten Bergen bis hin zu undurchdringlichen Mangroven-Sümpfen reicht. Höhepunkte sind das Baliem-Tal, der Sentani-See und die Tauchgründe, die man am besten von Kota Biak aus erreicht. Man braucht Zeit, um die größte indonesische Provinz zu ergründen. Häufig ist das Flugzeug das einzige Mittel, um die entlegenen Landesteile zu erreichen. Aber auch Papua ist kein Paradies. Seit vielen Jahren kämpft eine Untergrundorganisation für die Freiheit Papuas. Zudem hinterlassen Bergbauunternehmen und - zu einem großen Teil illegaler - Holzeinschlag unansehnliche Spuren in der Natur.

Touristisches

Ibu Ullas Leidenschaft für die Orangutans Indonesiens

Ibu Ulla mit Katze

Mitten im Zoo von Jakarta lebt eine Deutsche. Seit nunmehr 43 Jahren bewohnt Ulrike Freifrau von Mengden dort ein kleines Bungalow, das auf einem der Öffentlichkeit nicht zugänglichen, dicht bewachsenen Grundstück steht. Hier wohnt die Freifrau, die jeder auf dem großen Zoo-Gelände als „Ibu Ulla“ kennt, zusammen mit den Tieren, denen seit Jahrzehnten ihre große Leidenschaft gilt.