Neue Vereinbarung der indonesisch-deutschen Kooperation: Rund 200 Mio. € für Projekte im Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung

Am 21.10.2011 unterzeichneten der stellvertretende Planungsminister Indonesiens, Wismana A. Suryabrata und die Leiterin Südost-Asien des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Brunhilde Vest, eine Vereinbarung über die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Indonesien für die nächsten beiden Jahre. Die gesamten Zusagen liegen bei 166,5 Mio. Euro Finanzieller und 30,75 Mio. Euro Technischer Zusammenarbeit. Beide Seite betonten ihre Zufriedenheit mit der neuen Kooperation.

Der Umfang der Zusammenarbeit erstreckt sich von Geothermie, Emissionsreduzierung in Städten, weiteren Klimaschutzmaßnahmen und Projekte zum Schutz des Ecosystems, Good Governance und Dezentralisierung sowie der regionalen Wirtschaftsentwicklung.

Vereinbart wurde die zusätzliche Finanzierung mit zinsvergünstigten Kredite über 85 Mio. Euro von Geothermiekraftwerken in Seulawah Agam, Aceh und in Kotamobagu, Sulawesi. Damit stehen mit der Vereinbarung von 2010 insgesamt 295 Mio. Euro für beide Standorte bereit.

Zur Emissionsreduzierung in Städten wurde ein Programm für die Behandlung und Entsorgung fester Abfälle für mittlere Städte Indonesiens mit 50 Mio. Euro Kredit vergrößert.

Deutschland setzt auch seine internationalen Zusagen zum Klimaschutz um und unterstützt mit 23 Mio Euro den Fortschutz in Indonesien. Es sollen damit Wälder geschützt werden, die eine besondere Artenvielfalt aufweisen und solche, die als Wassereinzugsgebiete eine wichtige Funktion haben. Die ist ein Vorhaben zur Reduzierung von Emissionen aus Entwaldung und Waldschädigung (REDD+) und setzt gemeinsame Vorhaben in Kalimantan und Sumatra fort.

Weiterhin wird in das Leuser-Ecosystem investiert, das sich zwischen den Provinzen Nord-Sumatra und Aceh ausbreitet. Dazu stellt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz (BMU) 8,5 Mio. Euro als Zuschüsse zur Verfügung. Weitere Unterstützung gibt das BMU zum Schutz der Meeresgebeite in der Lesser Sunda Ecoregion und für die Sulu-Sulawesi Marine Ecoregion.

Neben Klima und Umwelt werden die Projekte zur Guten Regierungsführung und Dezentralisierung weitergeführt. Beide Seiten bestätigten die Wirksamkeit dieses Programms. Zur Stärkung der Frauenrechte und zur Bekämpfung von Korruption berät die deutsche Seite indonesische Institutionen.

Zur regionalen Wirtschaftsentwicklung mit Schwerpunkt auf den Provinzen Zentral-Java und West-Kalimantan wird die Zusammenarbeit fortgeführt. In der Berufsausbildung werden Exzellenzzentren gemeinsam aufgebaut, die nach internationalen Standards den Übergang von der Ausbildung ins Berufsleben erleichtern werden.

200 Mio. € für Projekte im Klimaschutz